Samstag, 11. Mai 2019

Die „gute Seele“ der Bürgerhilfe


BENSHEIM
AUSZEICHNUNG INGRID ENGELBRACHT ERHIELT DES LANDESEHRENBRIEF / SEIT 20 JAHREN SCHATZMEISTERIN DES VEREINS

Die „gute Seele“ der Bürgerhilfe



BENSHEIM.Sie ist „die gute Seele des Vereins“, wie Vorsitzender Franz Apfel weiß, sie ist aber auch die „gute Seele in Bensheim“, wie Landrat Christian Engelhardt ergänzt. Seit 20 Jahren ist Ingrid Engelbracht Schatzmeisterin der Bürgerhilfe Bensheim und eine feste Größe bei der Organisation und Vermittlung der Unterstützung für Hilfesuchende. Auf Anregung des Vereinsvorsitzenden Franz Apfel erhielt sie dafür im Sitzungssaal des Rathauses den Ehrenbrief des Landes Hessen.
„Der Landesehrenbrief ist kein Geschenk, sondern eine Würdigung und Auszeichnung für besondere Dienste“, wies der Landrat im Kreis der Vereinsmitglieder im Sitzungssaal des Rathauses auf die Wertigkeit der Ehrung hin.

Mitbürgern im Alltag helfen
In dem im Juli 1997 gegründeten Verein haben sich Menschen zusammengeschlossen, um Mitbürgern im Alltag zu helfen – sei es bei der Hausarbeit, beim Einkaufen, bei der Begleitung zum Arzt oder anderen Anlässen, bei der man auf Unterstützung angewiesen ist – wobei daraus keine regelmäßige Dienstleistung abzuleiten ist.
Ingrid Engelbracht hat sich im Juni 1998 dieser Idee angeschlossen und bereits im Februar 1999 im Vorstand Verantwortung übernommen. Seitdem kümmert sie sich im Verein als Schatzmeisterin um das finanzielle Gerüst des Vereins. „Ein ungeliebter Posten, der mit viel Arbeit verbunden ist“, wie Franz Apfel feststellte.
Ingrid Engelbracht hat sich dieser Aufgabe mit großem Engagement angenommen. Sie organisiert das Punktesystem, mit dem die Hilfeleistung „vergütet“ wird, hat mit PC und Sparkassen-Software die moderne Kassenführung eingeführt und investiert in die digitale Weiterbildung auch viel Zeit.
Bürgermeister Rolf Richter machte deutlich, dass es in einer Gesellschaft nicht ausreiche, nur über bürgerschaftliches Engagement zu reden, es müsse auch gehandelt werden. Ingrid Engelbracht sei jemand, der handelt. Darauf hinzuweisen und das mit einer Ehrung zu würdigen, sei sehr wichtig.
Landrat Engelhardt wies in seiner Laudatio auch auf den Geburtsort von Ingrid Engelbracht in Usseln hin, in dessen Umfeld er aufgewachsen sei und als Kreistagsmitglied von Waldeck-Frankenberg und Bürgermeister der Stadt Frankenberg politisch aktiv war.
„Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt, und Ingrid Engelbracht lebt dieses Ehrenamt“, begründete Apfel die von ihm angeregte Würdigung dieses Engagements im Verein. Bei der Bürgerhilfe werde Ingrid Engelbracht sowohl für ihre Leistung, aber auch als Person sehr geschätzt. Das zeigte sich auch in der Präsenz der Vereinsmitglieder, unter denen neben dem aktuellen Vorsitzenden auch drei weitere ehemalige Vorsitzende waren. Darunter Karl Löw, Hans-Peter Kneip und Walter Böhme, worüber sich die Geehrte besonders freute.
Neben dem Landesehrenbrief mit Urkunde und Ehrennadel gab es im Sitzungssaal auch Weinpräsente und vor allem Blumen, denn er Zufall wollte es, dass Ingrid Engelbracht am gleichen Tag auch Geburtstag hatte. js

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 11.05.2019

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