Dienstag, 16. April 2019

Mitgliederversammlung Mittwoch 17. April 2019

Bürgerhilfe mit neuem Mitgliederrekord 

BENSHEIM.Mehr Mitglieder, mehr Helfer, mehr Werbung, mehr Ausgaben – auf diese vier Schlagworte lässt sich die Entwicklung der Bürgerhilfe Bensheim im 21. Jahr ihres Bestehens zusammenfassen. 

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins im Caritasheim Sankt Elisabeth informierte Vorsitzender Franz Apfel anhand der von Peter Röhrs zusammengestellten und auf der Leinwand präsentierten Aktivitäten über den positiven Trend des Vereins.
Solide Finanzen
Auch die vermeintlich negative finanzielle Entwicklung gibt keinen Grund zur Besorgnis, denn sie hat gute Gründe, wie den Ausführungen von Schatzmeisterin Ingrid Engelbracht zu entnehmen war. Außerdem „können wir uns das leisten“, so die Kassenverwalterin zum soliden Grundstock des Vereins. Bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr bildete vor allem die Mitgliederwerbung im Vordergrund. Das hat sich positiv ausgewirkt, wies Apfel auf die inzwischen drei Stammtische und die bisher höchste Mitgliederzahl hin. 213 Mitglieder zählt der Verein inzwischen und dieser Anstieg ergibt sich trotz der insgesamt 13 Abgänge aufgrund der 27 Neuzugänge.
Beim Blick auf die Altersstruktur stellte Apfel beim Durchschnittsalter von 70 Jahren eine gewisse Verjüngung fest, aber nach wie vor sei die Gewinnung von jüngeren Mitgliedern für die Zukunft des Vereins wichtig. Aktuell liegt die Altersspanne zwischen 24 und 98 Jahren, die meisten Mitglieder sind zwischen 60 und 80 Jahren alt.
Die Leistungen der insgesamt 56 aktiven Helfer – 2014 war die Zahl bei 36 – lag fast zu Hälfte im sozialen Bereich, knapp ein Drittel waren Arbeiten für den Verein. Viel Arbeit hat der Vorstand in die Öffentlichkeitsarbeit und Vereinswerbung investiert.
Aufgrund der positiven Entwicklung werden die bisherigen Bürozeiten inzwischen durch die drei Stammtische ersetzt. Der persönliche Kontakt ist jeden letzten Freitag im Monat beim Stammtisch Stadtmitte/Weststadt, jeden zweiten Mittwoch im Monat in Auerbach und jeden ersten Dienstag im Monat beim Abendstammtisch möglich. Ort und Zeit werden rechtzeitig angekündigt.
In ihrem Kassenbericht erläuterte Schatzmeisterin Ingrid Engelbracht die finanzielle Entwicklung. Aufgrund gestiegener Mitgliederzahlen gab es bei den Mitgliedsbeiträgen (zwölf Euro/Jahr) etwas höhere Einnahmen, während Geldspenden rückläufig waren. Unverändert, und das seit Jahren, ist der jährliche Zuschuss der Stadt, wofür Engelbracht ausdrücklich Dank sagte. Deutlich geringer sind die Einnahmen durch Hilfeleistungen ausgefallen.
Anders als in den Vorjahren gab es keine Ausgaben durch Reparaturen und auch die Ausgaben durch die Jubiläumsfeierlichkeiten fielen im vergangenen Jahr weg. Stattdessen erhöhte sich der Aufwand für die Vereinsverwaltung aufgrund der beiden Mitgliederversammlungen und für Werbungskosten.
Auch die Anschaffungskosten für Beamer, Leinwand und Zubehör schlugen zu Buche. Der einstimmigen Entlastung der Schatzmeisterin und des Vorstandes stand nichts im Wege.
Die in diesem Jahr anstehende Mitgliederehrung war Anlass für den Vereinsvorsitzenden, auf die Anfänge der Bürgerhilfe zurückzublicken. Im Juli 1997 hatten 19 Interessenten den Verein gegründet und bereits zwei Jahre später schon rund 150 Mitglieder gewonnen.
Die Mitglieder, die sich vor 20 Jahren – kurz nach der Gründung – dieser Idee angeschlossen haben, haben den Verein mitgeprägt und die Treue gehalten. Ihnen galt es, im Rahmen der Mitgliederversammlung Dank zu sagen, auch wenn von den insgesamt 16 „20-Jährigen“ nur sechs anwesend waren und den mit einer Flasche Sekt verbundenen Dank in Empfang nehmen konnten. Die langjährigen Mitglieder sind: Ursula Eiff, Helgard Franke, Ulrike Klöble, Doris Konrad, Ilonka Lenz, Uta Linke, Michael Martin, Elke Mink, Brigitte Müller-Rau, Roswitha Münch, Marianne Pawlak, Peter Röhrs, Hannelore Schmanke, Maria Schömbs, Jutta Stern und Ulrike Storch.
Auf eine ganz besondere Ehrung machte Apfel abschließend aufmerksam. Auf Initiative des Vereins wird Ingrid Engelbracht, „die Seele des Vereins und helfender Geist“, mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet. Die Verleihung wird im Mai im Rathaus vorgenommen.
Als nächste Veranstaltung des Vereins steht am Samstag, 4. Mai, die Radtour über Rodau nach Lorsch im Programm. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Bahnhof Bensheim.
Eine Woche später (11. Mai) startet um 15 Uhr am Parkplatz Röderweg eine Wanderung über den Hemsberg (halbe Höhe) und Zell zum Ecktürmchen und zurück mit Abschluss. Jeden Mittwoch ist auf der Wiese am Caritasheim ein offener Boule-Treff zwischen 16.30 und 18 Uhr.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der Bürgerhilfe bieten im Notfall Hilfe und Unterstützung im Alltag (keine regelmäßige Dienstleistung).
Wer Hilfe benötigt, meldet sich im Büro. Vom Bürodienst werden passende Helfer gesucht und der Kontakt zwischen Helfer und Hilfesuchendem hergestellt.
Die Vergütung erfolgt über ein Punktesystem. Wer hilft, bekommt pro Stunde zwei Punkte gutgeschrieben. Der Hilfeempfänger verbraucht pro Stunde zwei Punkte oder zahlt eine niedrige Verwaltungsgebühr, wenn er keine Punkte hat.
Kontakt: Anrufbeantworter unter 06251/69999 (wird täglich abgehört), E-Mail unter buergerhilfe-bensheim@online.de (wird täglich gelesen), Internewww.buergerhilfe-bensheim.de. js

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 20.04.2019


Samstag, 13. April 2019

Die Bürgerhilfe im Hermannshof in Weinheim am 13.4.2019

Der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Nachdem wir zuletzt im Herbst im Hermannshof waren, stand nun der Besuch im Frühjahr an. Mit der Bahn ging es nach Weinheim. Wir konnten einen farbenfrohen Hermannshof bewundern. Das 2,2 ha große Anwesen  mit klassizistischen Herrenhaus blickt auf eine über 200 Jahre alte Gartentradition zurück. Danach ging es zum Abschluss in die Woinemer Brauerei. Die Rückmeldungen waren allesamt positiv. Organisiert wurde der Ausflug von Gundi Wagner und Franz Apfel.    

Montag, 8. April 2019

Mitgliederversammlung am 17. April 2019 und Besuch des Hermannshofs am 13.4.

Mitgliederversammlung am Mittwoch, dem 17. April 2019, um 18.00 Uhr im Caritasheim St. Elisabeth, Heidelberger Straße 50 in Bensheim.  

Zur Tagesordnung:
u.a.:
Berichte des Vorsitzenden und desstellvertretenden Vorsitzenden  
Mitgliederehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft 

Für ältere und behinderte Mitglieder wird ein Fahrdienst eingerichtet. Bitte informieren Sie unsere Geschäftsstelle bis  Freitag, den 12. April 2019.  


Am Samstag, den 13. April 2019 besucht die Bürgerhilfe  den Hermannshof in Weinheim, der jetzt in voller Blüte steht.


Mittwoch, 7. November 2018

Hilfe leisten und Hilfe annehmen (Bericht vom Abendstammtisch am 6.11.18)


Auf der Zukunftswerkstatt der Bürgerhilfe war die Einrichtung eines Abendstammtischs beschlossen worden. Bei seiner ersten Zusammenkunft konnten die Organisatorinnen Petra Lüft und Barbara Schaack die bewährte Referentin Frau Dr. Schirling vorstellen. Diese erläuterte, weshalb es oft schwer fällt, von anderen Hilfe zu erbitten, und was man tun kann, um diese Hemmungen zu überwinden.



Was macht es so schwer um Hilfe zu bitten?

1. Von Kind auf Gelerntes: Was denken die anderen?
2. Die eigene Unabhängigkeit scheint bedroht. "Bitte nicht helfen, es ist auch so schon schwer genug."
3. Unzureichendes Vertrauen, verstärkt durch zu viele beunruhigende Fernseh- und Zeitungsnachrichten
4. Scham, als bedürftig zu gelten
5. Angst, jemandem zur Last zu fallen
6. Angst vor Zurückweisung, vor einem Nein
7. Perfektionismus, hohe Erwartungen an das Niveau der Hilfe

Was hilft uns, leichter zu bitten?

1. Selbstvertrauen, nicht zu sehr darüber nachdenken, was die anderen denken könnten
2. Übertriebene Erwartungen an sich selbst abbauen wie 'selbst ist der Mann / die Frau'
'ein Indianer kennt keinen Schmerz'
3. Bereit sein, Hilfe als Lernanlass zu sehen und wenn auch nur durch das Kennenlernen von anderen und deren Kompetenzen.
4. Möglichst bald um Hilfe bitten, nicht aufschieben und sich selbst wieder ausreden
5. Wenn wir Hilfe annehmen, geben wir dem anderen ein gutes Gefühl von Bedeutung zu sein.
6. Um Hilfe zu bitten stärkt die Gemeinschaft, verringert die Gefahr der Einsamkeit
7. Hilfe anzunehmen bedeutet, anderen und sich selbst Wertschätzung zu geben.

Donnerstag, 1. November 2018

Abendstammtisch am 6.11. 18:30 Uhr im Kurhotel Krone mit Frau Dr. Schirling: „Hilfe geben und Hilfe annehmen“

Der 1. Abendstammtisch der Bürgerhilfe wird am 6.11. 18:30 Uhr im Kurhotel Krone stattfinden.
Wir freuen uns beim ersten Treffen über ein gegenseitiges Kennenlernen und ein lockeres Beisammensein. Über die Ziele unseres Vereines – lebendige Nachbarschaftshilfe – kann an diesem Abend ebenfalls mehr erfahren werden. 

Frau Dr. Schirling wird an diesem Abend über das Thema "Hilfe geben und Hilfe annehmen" referieren und freut sich über angeregte Diskussionsbeiträge.

Hilfe geben erscheint uns oft leichter als um Hilfe zu bitten oder sie einfach anzunehmen. Helfen gilt allgemein als Zeichen der Stärke während um Hilfe bitten oftmals mit Schwäche oder mit Unfähigkeit verknüpft wird.  Welches Umdenken ist hier erforderlich,  mit dem Ziel:  Sich helfen lassen ist auch eine Form der Selbstfürsorge und der Selbstverantwortung.  
Über diese Themen wollen wir uns am ersten Abendstammtisch der Bürgerhilfe unterhalten. Alle Interessierte und Gäste sind willkommen.

Freitag, 26. Oktober 2018

Stadtführung von Frau Dr. von Werner am 26.10.18

Zunächst werden hier bloß ein paar Fotos vom Rundgang gezeigt. Im Laufe der Zeit wird auch Inhaltliches nachgetragen.


Die Stadtkirche ist erst seit dem 19. Jahrhundert St. Georg geweiht.
Die erste Kirche war nach St. Michael benannt. Der Name wurde dann von der neuen evangelischen Kirche an der Darmstädter Straße aufgegriffen.


Der Rote Turm hatte seinen Namen von dem roten Dachhelm.


Hausinschriften

Die meisten wurden nachträglich angebracht, um auf die verschiedenen Besitzer hinzuweisen, die im Laufe der Jahrhunderte das Haus besessen haben.



Was gab es hier ab 1864?


Wer nutzt heute das Haus von Andres Heintz?

(Auflösung sieh unten*)



Hier fallen einem beim genauen Hinsehen merkwürdige Zeichen auf:
Was steht anstelle von 1, was anstelle von D, was anstelle von tz?
























Was war ein Rotgerber?
Was bedeutet das Zeichen?*




In der Gerbergasse floss der Bach. Weshalb wurde dies Viertel in der Neustadt meist
gemieden?*
In Bensheim gab es kein Getto, aber Juden durften keine neuen Häuser bauen. Joseph hat ein Grundstück mit drei kleinen Häusern gekauft und darauf 1670 ein großes gebaut.

Zugang zu Hospital und  Hospitalkirche



Der Blick von der 1860 gebauten Bahnhofstraße auf die Kirche


In dem Torpfosten war - wie direkt unter dem Kapitel zu erkennen - eine Mesusa eingelassen, eine Schriftkapsel, die das alte jüdische Gebet Schma Jisrael enthält.
Damit folgten die Juden dem Wort aus dem 5. Buch Mose: „Du sollst [diese Worte] auf die Türpfosten deines Hauses und deiner Stadttore schreiben.“

Teilnehmer, die damit einverstanden waren, dass ihr Foto veröffentlicht wird
*Auflösung: Ab 1864 Druckerei, heute Musikschule
* Rotgerber sieh Link: Lohgerber; das Zeichen ist das (vereinfachte) Wappen der Rotgerber
Meiden der Gerbergasse wegen Gestank:
“In des Leders Werdegang
ist die Hauptsach’ der Gestank.
Kalk, Alaun, Salz, Mehl, Arsen
machen ‘s gar recht weiß und schön.
Eigelb, Punkel, Hundeschiete
geben ihm besond’re Güte.
Drum ist es ein Hochgenuß,
auf den Handschuh zart ein Kuß.”
Alter Weißgerberspruch